Rezension: Der Kuss des Dämons

Violetta Leiker | Sonntag, 23. Oktober 2016 |


Buchtitel: Der Kuss des Dämons
Autor: Lynn Raven
Genre: Dark Fantasy
Verlag: Carl Ueberreuter, Wien
Seiten: 335
Format: Hardcover
Preis: 14,95 €







Klappentext
Wenn die Liebe gefährlich wird ...
Es beginnt als Liebe auf den zweiten Blick - nie im Leben hätte die junge Dawn für möglich gehalten, dass ihre Gefühle ausgerechnet von Julien erwidert werden. Er ist der unnahbar Coole und unheimlich schöne Neue an der Highschool. Doch an Julien haftet auch ein dunkles Geheimnis, das Dawn in die Welt der Vampire führt und aus dem Liebestraum bald einen Albtraum macht. (Quelle: Ueberreuter)

Meine Meinung
Dawn wächst bei ihrem steinreichen Onkel Samuel in einem Anwesen voller Leibwächter in Ashland Falls auf, einem winzigen Städtchen im Bundesstaat Maine. Verliebt war sie noch nie, bis plötzlich der geheimnisvolle Julien DuCrane auftaucht, der Dawn aus ihr unerfindlichen Gründen zu hassen scheint. Als er ihr auf unglaubliche Art das Leben rettet, ist Dawns Neugier entfacht: Warum warnt Julien sie davor, ihm nahe zu kommen? Und wieso trägt er stets eine Brille mit dunkel getönten Scheiben? Bevor sie weiß, wie ihr geschieht, hat sich Dawn unwiderruflich in Julien verliebt. Doch dieser ist nur aus einem bestimmten Grund nach Ashland Falls gekommen - um das Verschwinden seines Bruders aufzuklären und um im Auftrag der Fürsten einen Mord zu begehen ... 

Es ist wahr - viele der Szenen erinnerten auch mich stark an die Biss-Reihe von Stephenie Meyer. Diese spielten sich jedoch hauptsächlich im ersten Drittel ab, und mal ehrlich, fast jedes Jugendbuch beginnt doch damit, dass einer der Protagonisten auf eine neue Schule wechselt und dort der wahren Liebe begegnet. Nichtsdestotrotz hat Lynn Raven hier eine einzigartige Welt der Vampire entworfen, die ich bisher in keinem anderen Buch entdeckt habe. Fürsten, Lamia, Vourdranj und raubtierhafte, Menschenblut konsumierende Vampire, die sich der Natur nicht widersetzen. Ich konnte mich  gut in Dawn hineinversetzen, da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, hin und wieder durchbrochen von ein paar Szenen aus Juliens Perspektive (3. Person). Mit ihrem einmaligen Schreibstil hat es die Autorin geschafft, die Spannung bis zum Schluss zu halten. Von Anfang an habe ich Vermutungen angestellt über Dawns körperliche Beschwerden, ihren seltsamen Onkel und über die Ermordung ihrer Eltern - und wurde überrascht! Beim gewaltigen Showdown am Ende habe ich zwischenzeitlich vergessen zu atmen. 
Fazit
Der Auftakt der Dämonenreihe ist ein spannender, düsterer Roman voller Geheimnisse, die einen zum Miträtseln verleiten. Der Übergang von "Sich-hassen" zu "Sich-lieben" kam mir allerdings zu abrupt. Obwohl mir Julien und Dawn gleichermaßen sympathisch waren, hat es meiner Meinung nach nur wenig zwischen ihnen geknistert. Sie verhielten sich in meinen Augen eher so, als seien sie schon seit Jahren ein Paar. Trotzdem freue mich schon auf weitere Stunden mit Dawn und Julien in "Das Herz des Dämons" und "Das Blut des Dämons". Klare Leseempfehlung! 



Kommentare:

  1. Ich fand den ersten Teil auch toll. Ich habe die ganze Reihe gelesen und auf meinem Blog rezensiert.
    LG Melie :)
    http://melanies-buecherwelt.blogspot.co.at/

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    1. Deine Rezension zu der Reihe muss ich mir mal genauer ansehen, da ich gerade den zweiten Teil lese.

      Liebe Grüße
      Violetta

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